Die Geschichte der Alpe Kögelhof

Dieser uralte Bauernhof kann eine weit zurück reichende und auch sehr wertvolle Geschichte vorweisen. Im bischöflichen Urbanium des Jahres 1316 wird der “Besitz auf dem Kegel” das erste mal erwähnt, als der Bischof von Augsburg ihn an die Gebrüder Ernst und Diepold von Nesselwang verpfändet.Später wurde er als Lehen an verschiedene Bauernfamilien vergeben und schließlich im Jahr 1520 an Stephan von Hohenberg verliehen. Er war der Herr auf Falkensberg, der Burg oberhalb des Schwaltenweihers. Mit dieser Herrschaft kam er 1588 in die Stadt Kempten und 1610 an das Kloster St. Mang in Füssen, das den Kögelhof dem Amt Rückholz zuteilte. In dieser Zeit wurde er an umliegende Bauern verpachtet, die Grundrechte verblieben bis zur Säkularisation im Jahr 1803 beim Bischof von Augsburg. Danach kam der Hof mit der Gemeinde Rückholz an den Fürsten von Öttingen-Wallenstein im Ries und wurde 1839 vom Freiherr von Bonikau erstanden. Erst im Jahr 1848 erfolgt die Eingliederung in das Königreich Bayern. Wegen seiner weiten Entfernung zu Rückholz wurde der Kögelhof im Jahr 1900 der Gemeinde Eisenberg zugeteilt. Nach dem Kauf durch die Weidgenossenschaft Nesselwang wird hier seit 1909 eine Alpe betrieben, wo in erster Linie Landwirte aus Nesslewang ihr Vieh älpen. Im Laufe der Jahre wurde aus der alten Bauernstube eine Einkehrmöglichkeit geschaffen, die von Nachbarn und Wanderern ganzjährig angenommen wird.

Die St.Wendelin-Kapelle am Kögelhof

Das Bild der Alpe Kögelhof wird von der kleinen Kapelle mit dem lieblichen Zwiebeltürmchen geprägt. Sie wurde im Jahr 1889 errichtet und am 25.Juni des besagten Jahres zu Ehren der Schmerzhaften Muttergottes geweiht. Dieser Tag wurde ganz bewusst ausgewählt, denn am 25.Juni ist auch der Namenstag des heiligen Wendelin, dem Schutzpatron des Viehs. Erbaut wurde die Kapelle von Handwerkern aus der Umgebung. Der schöne Altar war zunächst Privateigentum der Bauersleute Fridolin und Katharina Paulsteiner von Hollen. Zur Einweihung wurde er in die Kapelle überstellt und blieb dort bis zum heutigen Tag. Er hat einen sehr kunstvoll marmorierten Aufbau, Rundsäulen tragen den oberen Teil. In der Mitte befindet sich in einer Nische die Figur des heiligen Wendelin, der wohl das Vieh auf der Alpe Kögelhof beschützen soll. Ein Bild der Schmerzhaften Muttergottes links und die Statue einer sehr schönen Lourdes-Madonna rechts umsäumen den spätbarocken Altar.

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